Wie funktioniert das Internet?

Wie funktioniert das Internet?


Sandro und seine Schwester Céline haben sich einen Roboter gebaut, den sie alles fragen können. Sie haben ihn Fred genannt. Heute wollen die beiden etwas ganz besonderes von ihm wissen. Du, Fred, was genau ist eigentlich das Internet? Also am besten, ich zeichne das einmal für euch. Einfach gesagt: Das Internet ist ein Netzwerk, das aus vier wichtigen Teilen besteht. Server, Router, viele Kabel und die Geräte, mit denen wir das internet benutzen, zum Beispiel eure Handys oder Computer. Ähm, was? Kabel und Handys dürfte ja klar sein und die anderen beiden erkläre ich euch gerne. Server sind eigentlich nur Computer ohne Bildschirm, aber solche, auf die andere zugreifen und sich Informationen holen können. Server ist Englisch und bedeutet “Diener”. Und so kann man sich das auch vorstellen. Ein Server ist wie ein Diener, der ein Tablett voller Daten hat. Jeder andere Computer kann darauf zugreifen und sich die Daten holen. Die meisten Server sind nicht alleine. Oft stehen ganz viele Server aufeinander. Auf diesen Servern ist in Form von Daten alles gespeichert, was ihr euch im Internet ansehen und anhören könnt. Und was war das andere nochmal? Die Router. Das sind Geräte, die für die Daten den richtigen Weg suchen und diese weiterleiten. Ich zeichnete sie hier mit kleinen Pfeilen. Kleine Router hat man auch bei sich zu Hause stehen, um überhaupt ins Internet zu können. Sie sehen je nach Hersteller alle ein bisschen anders aus, aber es sind immer kleine Kästchen mit einem Licht, das einem zeigt, ob man mit dem internet verbunden ist oder nicht. Nun haben wir Router und Server, aber zum Netz wird das alles erst mit den Kabeln. Wieso eigentlich Kabel? Das ist doch ein bisschen altmodisch, oder? Also wir haben zu Hause doch wlan, also Netz ohne Kabel. Ja, ohne Kabel, also mit wlan, kommst du zu Hause mit einem Handy oder Laptop nur bis zum Router, der die Daten dann durchs Kabel schickt. Das wlan funktioniert nur auf kurzen Strecken. Steht man zu weit weg, ist plötzlich fertig Internet. Wenn du von unterwegs mit deinem Handy ins Internet möchtest, ist das genauso. Je weiter weg du von der Telefon-Funkantenne stehst, desto schlechter ist der Empfang. Damit die Daten über längere Strecken transportiert werden können, braucht es Kabel. Die können die Daten locker mitten durch den Ozean tragen, bis nach Amerika und wieder zurück – schneller als du das Wort “Internet” sagen kannst. Es gehen Internetkabel durchs Meer? Ja, sogar ganz viele. Unsere Kontinente sind gut miteinander verkabelt. Hier seht ihr ein solches Kabel auf dem Meeresgrund. So ein Kabel ist ganz schön dick. Boah. Aber wenn ich jetzt zu Hause bin und Céline eine Nachricht schicke … die geht dann wohl kaum durchs Meer. antwort haben bis mehr oder wenn du die Wenn du die Nachricht zum Beispiel über eine App wie What’s App schickst, dann schon. Wieso das? Das macht doch gar keinen Sinn? Also, ihr müsst wissen: Das Internet gehört zum Teil grossen Firmen mit richtigen Angestellten. Diese Firmen haben ihre eigenen Server, auf denen sie Daten speichern. Viele der bekannten Firmen befinden sich in Amerika. Zum Beispiel What’s App, Snapchat, Google, Facebook oder Instagram. Das sind alles amerikanische Firmen. Für What’s App stehen in Amerika so viele Server, die füllen Hallen so gross wie Fussballfelder. Um das Internet nutzen zu können, brauchst du noch eine Firma, die dich überhaupt ins Internet lässt. Diese Internetanbieter heissen auf Englisch “Provider”. Das sind bei uns meistens die grossen Telefonanbieter wie Swisscom, Salt, UPC oder Sunrise.. Diese stellen euch auch den Router zu Hause zur Verfügung und verlangen Geld dafür, dass sie dich mit dem Internet verbinden. Also was genau passiert jetzt, wenn ich Céline eine Whats-App-Nachricht schicke? Alle Texte, aber auch alle Bilder, Videos Apps und Dokumente … all das sind Daten. Und diese werden wie gesagt durch die Kabel verschickt. Wenn du dann von zu Hause aus Céline eine What’s-App-Nachricht schickst, geht diese Nachricht die ersten Meter noch per Funk, also per wlan, auf euren kleinen Router. Von dort aus dann durch das Kabel zum Server eines Internetanbieters. Dieser leitet die Textnachricht weiter über verschiedene Router und Server mitten durchs Meer bis zu den vielen Servern von What’s App in Amerika. Von dort aus aus musste du dir auch erst die App runter laden. Noch bevor du mit What’s App schreiben konntest, hast du am Ende eines langen Textes auf einen Link geklickt und die Nutzungsbedingungen akzeptiert Damit hast du dich bereit erklärt, alle deine Kontakte an die amerikanische Firma zu schicken. Diese sind nun auf deren Servern gespeichert. Dort wird nun die Nummer von Céline herausgesucht. Und die Nachricht wird an sie zurück nach Europa geleitet – bis zum Provider. Der schickt sie dann weiter auf euren Router zu Hause. Die letzten paar Meter geht es per wlan. Und schwupps erscheint eine Kopie deiner Nachricht auf Célines Handy. Eine Kopie? Ja, denn die Nachricht, die du geschrieben hast, ist ja noch immer auf deinem Handy. Also hat Céline eine Kopie davon erhalten. Aha, jetzt verstehe ich das. Danke, Fred, dass du uns das Internet erklärt hast. Das mache ich doch gerne! indem

Danny Hutson

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